Les haulz et les bas

LES HAULZ ET LES BAS

ARS SUPERNOVA
Medieval Jazz – Eine Erfahrung von Zeitlosigkeit

»Ars nova« ist der mittelalterliche lateinische Name für die neuartige Musik des 13. und 14. Jahrhunderts nach der »Ars Antiqua«. Eine »Supernova« nennt man das kurze helle Aufleuchten eines Sternes durch eine Explosion, bei der der ursprüngliche Stern

zerstört wird. Seine Leuchtkraft kann auf der Erde erst wahrgenommen werden, wenn er nicht mehr existiert.

Das Herz des Projektes ARS SUPERNOVA ist der heute vergessene Klang der mittelalterlichen »Alta Capella«, der »lauten Kapelle«. Dieses Ensemble – bestehend aus Schalmei, Pommer, Zugtrompete und der in der Renaissance neu erfundenen Posaune – war vom 13. bis zum 16. Jahrhundert die musikalische Standardformation in Europa. Turmbläser-, Tanz- und Tafelmusik gehörte zu den täglichen Pflichten der Stadtpfeifer, und an den Adelshöfen wetteiferten die Blaskapellen mit repräsentativer Musik und kunstvoller Mehrstimmigkeit. Damit legten unsere mittelalterlichen Kollegen die Grundlage für die Symphonieorchester und Big-Bands, wie wir sie heute kennen.

Das internationale Preisträgerensemble LES HAULZ ET LES BAS hat den Nachlass der mittelalterlichen Bläser durchleuchtet, historisches Notenmaterial recherchiert, den verlorenen Klang rekonstruiert und diese prachtvolle Musik mit großem Erfolg auf den führenden europäischen Alte-Musik-Festivals präsentiert. In ihrem neuesten Programm ARS SUPERNOVA experimentieren sie mit dem musikalischen Material der Gotik, fügen der mittelalterlichen Alta Capella eine komplette Jazzcombo mit Saxophon, Gitarre, Kontrabass, Tuba und Schlagzeug hinzu und greifen selber hier und da zu Saxophon, zur modernen Posaune oder auch zum Zink. Altes Material wird neu arrangiert, neue Stücke für die historischen Instrumente komponiert und darüber mit großer Spielfreude improvisiert. Damit treten sie den Beweis an, dass das Saxophon das ideale Instrument für die »Ars Nova« des 14. Jahrhunderts ist ... und dass die mittelalterliche Schalmei exakt den Klang hat, auf den der Jazz schon immer gewartet hat!

 

Gesine Bänfer – Schalmei, Pommer, Gaita, Sopransaxophon Ian Harrison – Schalmei, Zink, Gaita

Nathaniel Wood – Zugtrompete

Miguel Tantos – Renaissanceposaune, Posaune

Geoffrey Miller – Serpent, Tuba Michael Metzler – Pauken, Perkussion Mike Schweizer – Saxophone Thomas Bergmann – Gitarre

Rolf Kilchling – Schlagzeug

 

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