CD-Reihe »Live at montalbâne«
Bisher erschienen sind zwei CDs mit Konzertmitschnitten unseres Festivals.
Bestellen kann man diese in unserem Shop.

Live at montalbâne 25.6.2006
BELLADONNA
»Chanterai d’aquestz Trobadors«
Miriam Andersén (Sweden): Gesang, Harfe, Löffel
Rebecca Bain (Canada): Gesang, Fidel, Glocke
Susanne Ansorg (Germany): Fidel
Okzitanien, der sonnige Süden Frankreichs: Land der Trobadors. Hier blühte im 12. und 13. Jahrhundert eine Liedkunst, über deren Ursprung die Wissenschaftler noch heute streiten: Entsprang sie der feinziselierten arabischen Poesie, die die Mauren mit nach Spanien gebracht hatten? Oder der formalen Strenge des Gregorianischen Chorales? Es sind hochstilisierte Dichtungen mit kunstvoll verschlungenen Melodien, die wir später in ganz Europa wiederfinden. Im 13. Jahrhundert endete diese Hochkultur abrupt mit den sogenannten Albigenser-Kreuzzügen. Die Kriegsereignisse zwangen die Trobadors, außer Landes zu gehen, wo sie gleichwohl fortfuhren, ihre Lieder zu schreiben: über Liebe, Politik und Religion – oft tragisch, aber auch humorvoll und satirisch. Die vorliegende Aufnahme mit dem Ensemble Belladonna reflektiert all die verschiedenen Facetten der Trobadorkunst.
Ein hochambitioniertes und rundweg gelungenes Album, das neugierig auf weitere Talanton-Veröffentlichungen macht! www.minnesang.com

Live at montalbâne 26.6.2009
LES HAULZ ET LES BAS
»Ad modum tubae«
Gesine Bänfer: Schalmei, Pommer, Dudelsack
Ian Harrison: Schalmei, Dudelsack
David Yacus & Christian Braun: Busine
Michael Metzler: Riq, Davul, Triangel, Glocken, Timpani
Andrea Piccioni: Tamburello, Tammorra, Zymbeln
Im mittelalterlichen Europa strebten Adel und Kirche ein Bild aus Macht und Stärke an und nichts konnte diesem Bild dienlicher sein als prächtige, glanzvolle Musik. Dichter lobten in Liedern und Gedichten die »laute Band« des Mittelalters, die sich mit Businen, Schalmeien und Perkussion auf zahlreichen Abbildungen wiederfindet. Typisch für das frühe Bläserensemble, aus dem später die »Alta capella« des 15. Jahrhunderts entstand, sind die langen Trompeten, die noch heute in verschiedenen Ländern gespielt werden. Forschungen in jenen traditionellen Musikkulturen inspirierten LES HAULZ ET LES BAS zu diesem Programm, das den zeremoniellen Glanz und die festliche Tanzmusik jener Zeit wieder aufleben lässt.
Als Kür kommt eine unbändige Spielfreude hinzu, ja, eine wahre Lust am Experimentieren mit dem musikalischen Material, die das Freyburger Publikum geradezu von den Kirchenbänken fegte. www.minnesang.com

Live at montalbâne 17.6.2011
ARS CHORALS COELN
Maria Jonas | Amelia Cuni | Poul Høxbro
»rage virga«
Maria Jonas: Leitung
Amelia Cuni: Dhrupad-Gesang & Tanpura
Poul Høxbro: Flöten & Perkussion
Susanne Ansorg: Fidel, Rebec, Glocken
Indische Dhrupad-Gesänge treffen auf die Lieder der Hildegard von Bingen: Diese außergewöhnliche Begegnung fand 2011 auf dem Festival montalbâne statt. Es war ein gelungenes Experiment, zwei Welten in einem Konzert miteinander zu verbinden, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Das aber täuscht, denn beide Musik-Welten folgen den Regeln der modalen Musik und können so wunderbar miteinander spielen, einander umranken und harmonisieren. Und beide Welten stammen aus dem Kontext der Kontemplation der Klöster und Tempel: So findet auch auf der spirituellen Ebene eine Begegnung, ein Austausch und ein Miteinander statt.